Wozu ist eigentlich diese Alukaschierung bei Trittschalldämmung gut?

Eine der Fragen, die wir mehrmals täglich hören.
Und zu Recht, denn wer nicht weiss, was genau diese Alukaschierung auf einer Trittschalldämmung eigentlich sein soll, kann auch nicht sagen, ob er sie braucht, oder nicht.

Trittschalldämmung gibt es ja in vielen Variationen, die eine hat bessere Dämmwerte, die Andere ist besonders gut geeignet für Fußbodenheizung und wieder andere Dämmunterlagen können besonders gut Unebenheiten im Boden ausgleichen.

All diese Trittschalldämmungen gibt es oftmals noch mit einer Alukaschierung. Diese zusätzliche Schicht erfüllt die Eigenschaften einer sogenannten Dampfbremse. Sie sorgt also dafür, dass die aus dem Untergrund aufsteigende Feuchtigkeit geregelt an den Oberboden abgegeben wird. So wird zum Beispiel verhindert, dass der Bodenaufbau an der Click-Verbindung durch zu schnell und zu viel aufsteigende Feuchtigkeit aufquillt.

Je nach Stärke empfehlen wir die ewifoam Trittschalldämmung Universol Alu 3,2mm.

Wann wird eine Alukaschierung benötigt

Eine Trittschalldämmung mit Alukaschierung kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine Dampfbremse benötigt wird. Also bei jedem mineralischen Untergrund. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser neu oder schon 10 Jahre alt ist. Auch bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung wird eine Dampfbremse benötigt.

Gibt es Besonderheiten bei der Verlegung von Trittschalldämmung mit Alukaschierung

Eigentlich nur eine. Trittschalldämmung mit einer Alukaschierung sollte an den Stößen durchgehend mit einem sogenannten Alu-Fugendichtband verklebt werden, damit die Dampfbrems- Eigenschaften auch vollflächig gewährleistet sind. Dies ist natürlich auch bei einer separat verlegten Dampfbremse (PE Folie) erforderlich.

Welche Vorteile bietet die Alu-Kaschierung

Der Vorteil liegt in der einfachen und vor allem schnelleren Verlegung. Sie müssen also nicht erst die Dampfbremse (meist eine 0,20mm PE Folie) und anschliessend die Trittschalldämmung verlegen, sondern sparen sich einen Arbeitsschritt. Das spart Zeit bei Handwerkern und auch Heimwerkern. Viele unserer Kunden, und natürlich auch wir selbst, finden die Verlegung so angenehmer.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, stehen wir Ihnen wie immer gern mit Rat & Tat zur Seite!

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18 Kommentare zu Wozu ist eigentlich diese Alukaschierung bei Trittschalldämmung gut?

  1. Markus sagt:

    Danke für den aufschlussreichen Bericht.
    Wofür ist aber die Goldenen Beschichtung bei den Dampfsperren gedacht?
    Danke im voraus Markus

    • Lars sagt:

      Moin Markus,

      die Farbe der Dampfbremse spielt normalerweise keine Rolle und ist nur für das Auge bestimmt. Gold sieht eben teurer aus als Silber 😉 Mehr steckt da nicht dahinter. Ein Guter Anhaltspunkt um die Qualität einer Dämmung zu erkennen ist das Gewicht/ m². Eine gute Dämmung sollte ca. bei 2 kg/ m² liegen.

      Gruß Lars

  2. Stephan sagt:

    Vielen Dank für diese Informationen.

    Spielt es denn eigentlich eine Rolle, ob die Alukaschierung oben oder unten ist? Verkleben lassen sich ja beide Seiten.

    Freue mich auf eine Antwort

    S.

    • Lars sagt:

      Hallo Stephan,

      ja, die Frage wird öfters gestellt. Die Alu Kaschierung kommt normalerweise nach oben, falls in der Verlegeanleitung nichts anderes steht. Die Alu Kaschierung lässt sich besser verkleben und wird so durch den Untergrund nicht beschädigt. Würde die Alu Schicht zum Estrich/ Beton zeigen, wäre die Gefahr groß, dass sich die Schicht abreibt oder reißt.

      Gruß Lars

  3. Nadine sagt:

    Hallo, ich habe auch eine Frage: Wir wollen in unserem Keller ganz einfaches Laminat verlegen. Stimmt es, dass ich dort auch eine Alukaschierung brauche (auf Estrich), um gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen? Immerhin ist die Bodenplatte ja aus WU-Beton und meines Wissens nach auch schon mit einer Kaltklebebahn versehen… Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    LG Nadine

    • Lars sagt:

      Moin Nadine,

      Aus Sicherheitsgründen und weil die Hersteller es so vorschreiben, würde ich bei einer Verlegung von Holz (Laminat, Parkett, Fertigfußböden, Kork) auf einem mineralischem Untergrund immer eine Trittschalldämmung mit integrierter Dampfbremse verwenden. Der preisliche Unterschied zu der gleichen Dämmung ohne Dampfbremse liegt bei ca. 1,- Euro. Das ist das Risiko nicht wert. Da so ziemlich alle mineralischen Untergründe zumindest ein gewisses Maß an Luftfeuchtigkeit aufnehmen und natürlich auch irgendwann wieder abgeben ist es sicherer eine Dampfbremse als Schutz zu versenden.

      Gruß Lars

  4. Michael sagt:

    Eignet sich eine solche Alukaschierung auch dann, wenn ich Teppichboden auf einem (kalten) gefliesten Kellerboden verlegen möchte?

    • Lars sagt:

      Moin Michael,

      grundsätzlich kann man die Dämmung auch unter einen Teppich legen, jedoch hält die Dämmung keine Kälte ab.

      Gruß Lars

  5. Andreas S sagt:

    Muss eine Trittschalldämmung mit integrierter Dampfsperre eigentlich auch am Rand hochgezogen verlegt werden, wie das bei PE Folie der Fall wäre?

    • Lars sagt:

      Moin Andreas,

      ich habe dies schon öfter gehört dass man die Trittschalldämmung mit integrierter Dampfbremse an der Wand hochziehen soll. Der Hintergrund blieb mir bisher allerdings unklar. Deswegen empfehlen wir dies nicht zu tun.

      Gruß Lars

  6. Hugo Braun sagt:

    Die Trittschalldämmung mit Alu-Beschichtung hat aber auch einen deutlichen Nachteil: Sie ist nahezu undurchlässig für WLAN! Steht der Router z.B. im EG, so wird ein Empfang im OG nahezu unmöglich, wenn die gesamte Etage mit der ALU-Trittschalldämpfung ausgestattet ist.

    • Lars sagt:

      Moin Hugo,

      vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich kann dem allerdings so nicht zustimmen. Ich habe, auf Deinen Kommentar hin, ein paar Tests im eigenem Heim gemacht, denn auch unser OG ist mittlerweile komplett mit dem Alu Trittschall ausgelegt. Ich habe keine, wie von Dir genannten, WLAN einbußen feststellen können. Der Empfang im gesammten OG ist vorhanden, natürlich nicht in Streaming Qualität aber das war er vorher auch nicht. Sicherlich wird das WLAN Signal durch die Decke und alle darauf befindlichen Materialien erheblich gedämpft aber das diese dünne Alu Schicht so stark dazu betragen soll, das kein Signal mehr durchkommt, kann ich nicht bestätigen. Ich habe die Erfahrung gemacht das WLAN Signale auch durch normale Wände und bei nur 5m Entfernung zum Router (Fritz!Box 7490) kaum noch vorhanden sind. Hier kann ich nur dazu raten das WLAN Signal z.b. über die Steckdose oder ein anderes passendes Medium zu führen, so habe ich die relativ schwachen WLAN Signale ordentlich in alle Geschossen und Räume verteilt bekommen.

      Hoffe ich konnte weiterhelfen

      Gruß Lars

  7. Christopher sagt:

    Guten Tag,

    kann ich auf meinem Mineralestrich auch eine PE-Folie als Dampfsperre verlegen und darauf die Sound Protect Alu (SD)?

    Das es doppelte Dampfsperre wäre ist mir bewusst, aber ist es auch kontraproduktiv oder kein Problem? (Fußbodenheizung)

    Vielen Dank

    Beste Grüße
    Christopher

    • Lars sagt:

      Moin Christopher,

      mir sind keine Probleme bekannt, wenn man unter der Eco Profi Alu eine extra Dampfbremse verlegt, Vorteile hast du davon aber auch nicht. Dann würde ich Dir eher die Variante Dampfbremse und Eco Profi ohne Alu empfehlen, da eine doppelte Dampfbremse keinen nutzen hat oder Dir irgendeinen Vorteil bringt. Ganz im Gegenteil es wird für Dich teurer 🙂

      Solltest Du weitere Fragen haben gern melden.

      Gruß Lars

  8. Roman Tschepp sagt:

    Hallo!

    Mein Zimmer liegt über dem Keller und eine gewisse Wärmedämmung wäre super. Ist es zielführend eine PE Folie auszulegen und darauf eine Korkschicht? Hält das wirklich mehr Kälte ab oder gibt es hier auch Nachteile?

  9. Thomas sagt:

    Guten Tag,
    Wir möchten Parkett auf unserem Betonestrich verlegen. Unter dem Estrich sind 2 Lagen alubeschichteten PU Platten. Darunter eine Bitumenbahn als Dampfsperre. Der Parkettverleger empfiehlt eine schwimmende Verlegung mit alukaschierter Trittschalldämmung. Die Alubeschichteten hätte aber große Nachteile bei der Wärmeübertragung der FBH wegen der hohen Wärmereflektion. Da ich bereits mehrere Dampfbremse habe, kann ich mir die Alukaschierung in der Trittschalldämmung sparen?
    Vielen Dank.

    • Lars sagt:

      Moin Thomas,

      beider Verlegung von einem Holzboden auf einem mineralischem Untergrund, sollte auf jeden Fall eine Dampfbremse verlegt werden. Die bereits im Untergrund eingearbeiteten Materialien, dienen zum Schutz des Beton Estriches, nicht jedoch dem Holzboden. Der Parkett muss sozusagen vor dem Beton Estrich geschützt werden, da dieser das ganze Jahr über Luftfeuchtigkeit aufnimmt und diese dann an den Holzboden abgibt. Dies wird wiederum durch die Dampfbremse in der Trittschalldämmung geregelt. Eine hochwertige und für Fußbodenheizung entwickelte Trittschalldämmung wie z.B. die Unterlage ewifoam Trittschalldämmung Universol Alu 3,2mm ist dafür bestens geeignet, vor allem da kaum Wärme von der Fußbodenheizung geblockt wird. Gern stehe ich bei weiteren Fragen auch telefonisch zur Verfügung.

      Gruß Lars

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